Geschichte - Mediathek Magden
Öffnungszeiten:
Mo
15.30
-
18.00
Mi
18.00
-
20.00
Do
15.30
-
18.00
Sa
10.00
-
12.00
Schulferien: Mi und Sa
Gemeindehaus, Schulstrasse 6 | 4312 Magden | 061 845 89 50

Die Geschichte der Mediathek Magden

Unsere Geschichte
Bibliotheken haben in Magden eine lange Tradition. Die erste Bibliothek entstand bereits im Jahr 1841, als der Lehrer Leonz Moos vom Gemeinderat zur Anschaffung einer kleinen Schulbibliothek Fr. 6.- aus dem Gemeindegut erhielt. Obwohl ein Grossteil der angeschafften Bücher Jugendschriften waren, wurden sie mangels Alternativen auch von Erwachsene ausgeliehen. Jahre später wurde deshalb zusätzlich eine separate Gemeindebibliothek für die erwachsenen Leser gegründet, welche am 10. Januar 1864 erstmals Bücher auslieh, dies ist also die eigentliche Geburtsstunde der heutigen Mediathek. Einige Bücher aus der Anfangszeit sind bis heute erhalten geblieben, die teilweise in der altdeutschen Schrift verfassten Werke konnten im Jubiläumsjahr 2014 im Eingangsbereich der Mediathek bestaunt werden.

Nach dem 2. Weltkrieg verliert sich die Spur der Gemeindebibliothek Magden, bis sie Anfang der 1970er Jahre im Lehrerzimmer des neuen Schulhauses wieder zum Leben erweckt wurde, der Platz wurde jedoch bald knapp. 1978 bezogen die 800 Bücher der Dorfbibliothek im Sitzungszimmer des Gemeinderates eine neue Unterkunft. Auch dort herrschte bald Platzmangel, deshalb zog die Dorfbibliothek im Herbst 1985 in die renovierte Hirschenscheune um. Neben der Ausleihe von Büchern wurde die Bibliothek nun mehr und mehr auch Begegnungsort, die Bibliothekarinnen organisierten Veranstaltungen wie Märliabende und regelmässig auch Autorenlesungen. Im Mai 1994 konnte im Erweiterungsbau des Schulhauses auch wieder eine separate Schulbibliothek eingerichtet werden. Der Bestand umfasste Literatur aus den einzelnen Klassenbibliotheken sowie die Jugendsachbücher der Dorfbibliothek, alle Bücher der neuen Schulbibliothek wurden per Computer katalogisiert.

Und schlussendlich hielt die Computer-Technologie auch Einzug in die Dorfbibliothek. Alle Bücher wurden mittels EDV erfasst, die Ausleihe und das Katalogisieren erfolgte neu mit dem PC, die ausgedienten Karteikärtchen, Bücherkarten, Benutzertaschen und Stempelkissen konnten 2004 endlich entsorgt werden.
Im heimeligen, aber recht kleinen Raum in der Hirschenscheune stapelten sich die Bücher jedoch bis knapp unter die Decke, für die neuen Medien wie zum Beispiel Hörbücher und DVDs fehlte der Platz, und der getrennte Betrieb der beiden Bibliotheken und die nur schlecht mögliche Nutzung des Buchbestandes der Schulbibliothek durch die Öffentlichkeit war alles andere als optimal.

Im Januar 2007 überrascht der Gemeinderat mit der Neuigkeit, dass im Dachgeschoss des neuen Gemeindehauses Räumlichkeiten für eine Bibliothek zur Verfügung stehen. Am 2. Juli 2007 wurde die Mediathek Magden am neuen Standort mit erweitertem Sortiment eingeweiht, im grosszügigen, modernen Raum ist es nun möglich, themenspezifische Ausstellungen zu organisieren und die Medien benutzerfreundlich zu präsentieren. Die Mediathek wird neu als kombinierte Gemeinde- und Schulbibliothek geführt, die Klassen des Kindergartens und der Primarschule besuchen die Mediathek regelmässig an speziellen Öffnungszeiten.
Seit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten haben die Ausleihen stark zugenommen; im Jahr 2013 wurden von uns 4 Bibliothekarinnen 36‘290 Medien ausgeliehen, dies entspricht einer Ausleihquote von durchschnittlich 9,5 Medien pro Einwohner.
Die Mediathek als konkreter Raum ist gerade im Zeitalter der Digitalisierung wichtig, nur haben sich die Akzente verschoben. Heute ist die Bibliothek kein Bücheraufbewahrungsort mehr, sondern ein sozialer Raum, welcher der kreativen Freizeitgestaltung und der Förderung der Lesefähigkeit dient. Die Mediathek ist in der Gemeinde ein wichtiger und zentraler Begegnungsort für alle Altersgruppen und Interessensgebiete, den Benutzerinnen und Benutzern wird der Zugang zu einem vielfältigen und aktuellen Medienangebot ermöglicht.

Quellen:
„Dorfgeschichte Magden 2004“, anlässlich Dorffest 1200 Jahre Magden. Autorin: Christine Whitebread
„Chronik der Mediathek Magden 1864 – 2014“ Autorin: Elisabeth Metzger
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